Hundezonen sind oft Mobbingzonen. Es ist für viele Hunde kein Vergnügen, auf völlig fremde andere Hunde zu treffen. Auch ist das, was wir gern haben: herumlaufen, spielen, in einer einander fremden Hundegruppe respektloses Verhalten. Und was machen wir? Wenn die Hunde nur ruhig herumstehen oder keinen Kontakt wollen (Abstand halten)? Wir kommen mir Kommandos daher: „Lauf! Spielt´s!“ Wie kontraproduktiv das sein kann zeigt ein typisches Erlebnis:

Wenn der staff keinen #maulkorb getragen hätte..
Was war der Fehler?
- Der Staff hatte gesundheitliche Probleme, die Besitzerin meinte er war lange nicht in der hundezone, nimmt cortison, aber spielt mit jedem Hund normalerweise gerne
- die Hunde beschnupperten sich höflich, hielten aber beide Abstand. Die Besitzerin animierte ihn zum Spielen „na lauf, komm!“
- ich hatte schon bemerkt dass er immer steifer wird und reagierte aber nicht.
Mein kleiner Bub reagierte auf ihr „komm“ und lief zu ihr, da kippte es – der staff ging mit einem tiefen Grollen auf Noah los. Sie riss ihn sofort weg, es passierte nichts.
Warum ich das teile? Bitte bitte:
- Lasst die Hunde entscheiden was sie tun UVA welchen Abstand sie zueinander wählen. Hört auf mit dem ewigen „Lauf! Spiel!“ und sonstwas Kommandos. In einer Hundegruppe einander fremder Hunde wird nicht gelaufen!!! Ältere souveräne Hunde würden das unterbinden! Sie versuchen zu schlichten, das ist kein Spiel, sondern Stress!
Gemeinsames schnüffeln ist gut! Wildes herumgerenne muss nicht sein, auch wenn uns das so sehr gefällt. - Achtet auf die Signale und vertraut eurem Gefühl! Wirkt die Situation angespannt oder versteift sich ein Hund, seid nicht so langsam wie ich, reagiert sofort und nehmt euren Hund raus
- vertraut Nie auf „das hat er noch nie gemacht“, auch uva bei eurem eigenen Hund. Jeder Hund kann zu jedem Zeitpunkt jedes Verhalten zeigen!
Seid besonders wachsam in Übergangsphasen (Krankheit, Lebensumstellungen, Pubertät etc) - Trefft euch lieber auf einen Social Walk, wo die Hunde in Sicherheit einander kennenlernen dürfen und sich nicht einfach gegenseitig ausgeliefert werden.
